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Meine Geschichte ! ­čôľ



Ja, da hab ich jetzt einiges vor mir. Meine Geschichte... Was ist eigentlich meine Geschichte? Wo f├Ąngt sie an? Ich denke ein ziemlich guter Anfang daf├╝r ist der Moment, in dem ich das erste Mal so richtig neben mir stand und nicht wusste was mit mir geschieht. Das begann, als ich meine erste Ausbildung zur Sozialp├Ądagogische Assistentin startete. Das m├╝sste im Sommer 2010 gewesen sein. Ich wusste nach meinem Relaschulabschluss noch gar nicht worauf ich so Lust hatte und irgendwie f├╝hlte sich der Gedanke ans "Arbeiten" noch ziemlich komisch an. Irgendwie war ich noch gar nicht so weit. Aber da meine Schwester (1 Jahr ├Ąlter als ich), die Ausbildung auch begonnen hatte, dachte ich mir, das werde ich auch schaffen, kann ja nicht so schlimm sein. Zumal ich mit dieser Ausbildung zugleich meine Hochschulreife erlangen konnte. Besser ging's ja fast nicht. Meine Mutter war beruflich Tagesmutter, daher hatte ich schon immer einen guten Draht zu Kindern. Dachte ich. Der Start der schulischen Ausbildung war ganz okay. Schule halt. Ich habe dort schnell Anschluss in der neuen Klasse gefunden (wie immer eigentlich), doch wie immer hielten die Freundschaften auch nicht lange. Irgendwie zerst├Ârte ich sie mir immer selbst. Entweder war ich zu aufdringlich, zu bestimmerisch, zu arrogant oder oder oder. Doch dabei war es aus meiner Sicht lediglich ein Angebot von Hilfe. Aber ich konnte nie verstehen, warum das keiner verstehen konnte, dass ich ihnen doch nur helfen wollte? Scheinbar mischte ich mich immer zu sehr ein. Ich kannte keine Grenzen. Und durch mein gutes Herz, war ich nat├╝rlich auch ein perfektes "Mobbing-Opfer". "Charis, dass ist doch die, die denkt sie kann singen." oder "Ach Charis, die denkt auch sie w├Ąr's." Ja, das ist das Bild, was ich immer nach au├čen ausstrahlte und auch heute immer noch tue. Doch so wie ich mich gesehen hab, war ich ein kleines M├Ądchen, was sich ├╝ber jedes L├Ącheln was sie bekam, gefreut hatte und niemandem etwas B├Âses wollte. Das Singen habe ich f├╝r mich entdeckt und es ist eines der wenigen Dinge die mir wirklich Spa├č machen und mir gr├Â├čten Teils auch gut tun. Doch was soll man machen, wenn man nicht das n├Âtige Selbstbewusstsein hat und sich zu leicht von Aussenstehenden, manchmal sogar Fremden, immer so verunsichern l├Ąsst. Da haben "Mobber" leichtes Spiel mit mir gehabt. Meine Noten wurden immer schlechter und selbst wenn ich 5 Wochen f├╝r eine Arbeit gelernt hatte, -was ich noch nie zuvor getan hatte-, es wurde nie besser als eine 4. Dazu muss ich sagen, ich war immer eine sehr gute Sch├╝lerin und eine 3 war schon ein Ausrutscher bei mir. Tja so schnell kann das gehen. Dazu kam eine Beziehung mit meiner damaligen Jugendliebe, die auch ein ewiges Hin und Her war. Jetzt wo ich weis, was Borderline und Depressionen beinhalten, wird mir so einiges klar, was da alles schief gelaufen ist. Es ist wie ein riesengro├čer "Aha-Moment" seitdem ich weis, was f├╝r Symptome zu den Krankheiten z├Ąhlen. Aber damals wusste ich nicht mal ann├Ąhernd etwas davon.

Es war eines Abends, ich lag in meinem Bett, wollte aufstehen und was war? Es ging nicht. Es ging einfach nicht. Ich f├╝hlte mich wie gel├Ąhmt und konnte vom Stei├čbein abw├Ąrts nichts mehr bewegen. Es war ein riesiger Schock f├╝r mich. Ich wusste nicht, was mit mir geschah. Ich schrie und weinte ganz doll. Bis meine Eltern (Mutter und Stiefpapa) dann kamen und mich fragten, was los sei. Ich sagt v├Âllig aufgel├Âst und verweint: "Ich weis nicht, ich kann mich einfach nicht mehr bewegen!" Das war der Moment in dem ich das erste mal sp├╝rte was Angst ist, also so richtige Angst. Nicht nur so'n bisschen Bammel. Ne, richtige Angst! Wir gingen am n├Ąchsten Tag zu einem Orthop├Ąden, da ich auch ├╝ber starke R├╝ckenschmerzen klagte, ganz besonders im Stei├čbein. Doch der Orthop├Ąde sagte, ich sei kerngesund. Daraufhin fragte er uns, ob wir schon mal dar├╝ber nachgedacht h├Ątten, ob es etwas psychisches sein k├Ânnte. Meine Mutter und ich guckten uns beide mit Fragezeichen in den Augen an und wussten gar nicht so recht, was wir dazu sagen sollten. Naja, warum sollte man sich auch ├╝ber sowas Gedanken machen bei R├╝ckenschmerzen? Da kommt man ja nun nicht einfach mal eben so drauf. Ich tippte eher darauf, dass die R├╝ckenschmerzen von den Praktika im Kindergarten, im Rahmen meiner Ausbildung, kamen. Da ich dort ungewohnte Bewegungen machte und mich viel b├╝cken musste. Das war f├╝r mich das Logischste. Bevor wir weiter spekulierten, schrieb mir der Orthop├Ąde einige Stunden Krankengymnastik auf und auch einige Massagen bekam ich dort. Klar, war das sch├Ân und ich habe es wirklich genossen, aber meine R├╝ckschmerzen verschwanden davon nicht. Irgendwann tastete ich mal meinen R├╝cken vorsichtig ab, um die Stelle zu ertasten, wo der Schmerz herkam. Ich bat meinen Stiefpapa mal zu schauen und pl├Âtzlich traf er genau den Punkt auf meinem Stei├čbein wo alles wehtat. Er dr├╝ckte nur ganz leicht rauf, aber meine Beine klappten sofort weg, wie bei einer Marionette. Da war sie wieder. Diese tierische Angst! Es ist so ein wiederliches Gef├╝hl seine eigenen Beine nicht mehr zu sp├╝ren. Ich kann's gar nicht beschreiben. Aber ich dachte mir, das geht schon weg mit der Zeit und bin nat├╝rlich meiner Ausbildung weiter eifrig nachgegangen. Bis zu dem Tag, wo nichts mehr ging.

Ich stand wie immer auf und fuhr mit der Bahn zur Schule. Aber auch da war mir schon irgendwie komisch. Ich sp├╝rte eine Art Platzangst in der Bahn und war ziemlich froh, als ich aus dem Gedr├Ąnge raus war. Dann begann die erste Stunde. Die Klasse war still, da eine meiner Mitsch├╝lerinnen einen Vortrag hielt. Somit sprach nur eine einzige Person. Ich war ca. 10 Minuten im Unterricht und schon nach den ersten Worten ihres Vortrags konnte ich ihr nicht mehr folgen. Meine Gedanken schweiften v├Âllig ab und ich war pl├Âtzlich in einer ganz anderen Welt. F├╝hlte eine Art Schwindel und sah alles verschwommen. Und als w├Ąre das noch nicht genug, h├Ârte ich pl├Âtzlich ganz viele Stimmen, die auf mich einschrien. Sie schrien meinen Namen und machten mir lauter Vorw├╝rfe. So sa├č ich da im Unterricht. Hielt mir meine Ohren zu und weinte lautstark. Aus dem Nichts. Und diese 10 Minuten f├╝hlten sich wie eine Ewigkeit an. Wie mehrere Stunden, die nie enden w├╝rden. Meine Sitznachbarin ging f├╝r einen Moment mit mir vor die T├╝r und fragte mich was los sei. Doch ich konnte ihr nichts sagen, ich wusste es ja selbst nicht. Ich konnte mich nicht mehr beruhigen und musste von meiner Mutter aus der Schule abgeholt werden. Ohne jeglichen Umweg ging es direkt zu meiner Haus├Ąrztin. Der war ziemlich klar was ich hatte. Diagnose: "Burn-Out". Und das mit 16. Ich wusste gar nicht, was das ist. War v├Âllig perplex von dieser Diagnose. Aber da sie mich direkt f├╝r 1 Jahr krankgeschrieben hatte, hatte ich ja genug Zeit, um mich mit dem Thema auseinander zu setzen. Aber versteh mal eine Krankheit, die du zuvor nir geh├Ârt hast und die Dinge mit dir macht, die du einfach nicht verstehst. Ich konnte nicht mehr alleine vor die T├╝r gehen, ich hatte pl├Âtzlich Platzangst, Fahrstuhl fahren war f├╝r mich undenkbar, s├Ąmtliche ├ängste bestimmten pl├Âtlich mein Leben. Es reichte ein falscher Blick und ich hatte einen Nervenzusammenbruch. Der sah dann ungef├Ąhr so aus: Ich habe geweint, erst kamen nur ein paar Tr├Ąnen. Dann steigerte ich mich immer mehr rein, h├Ârte wieder Stimmen, die auf mich einredeten. Wie in einem schlechten Film. Und zu guter Letzt kamen dann noch die Schmerzen im Stei├čbein dazu und ich konnte mich nicht mehr auf den Beinen halten. Die ersten Monate war das jeden Abend so. Quasi eine Art abendliches Ritual. Man g├Ânnt sich ja sonst nichts.

Kurz darauf begann ich eine Gespr├Ąchstherapie. Durch Gl├╝ck hatte ich schnell einen Platz bekommen und schon beim Erstgespr├Ąch, stimmte die Chemie zwischen mir und meiner Theapeutin. Zu Anfang musste ich einen Intelligenztest machen, damit sie abwegen konnte, wie sie ungef├Ąhr die Therapie mit mir f├╝hren musste. Dabei kam heraus, dass ich ├╝berdurchschnittlich intelligent bin. Sie sagte mir, ich k├Ânnte sogar Medizin studieren, wenn ich wollte. Im ersten Moment, nat├╝rlich ein tolles Gef├╝hl sowas zu h├Âren, doch genau diese S├Ątze wurden mir noch zum Ver├Ąngnis. Sobald ich die leichtesten Dinge nicht mehr hinbekomme, oder mir etwas einfach nicht gelingen will, habe ich ihre Worte im Kopf, wie intelligent ich doch bin und ich beginne mich selber fertig zu machen. Eine innere Stimme sagt mir: "Du bist doch so schlau, warum schaffst du dann nicht mal die einfachsten Sachen? Du bist einfach nur d├Ąmlich!" Das ist eine Art kleiner Kobold in mir... Ich ging immer gerne zur Therapie und f├╝hlte mich dort sehr verstanden. Nicht unter Druck gesetzt o.├Ą. Es befreite mich immer ein St├╝ck weit. Doch sobald ich Zuhause war, konnte ich alles "Elernte" aus der Thrapie nicht mehr halten und es brach wieder alles in mir weg. Wie ein Kartenhaus, was ich in der Therapie immer m├╝hselig aufgebaut hatte. Achja, nachdem ich von meiner ├ärztin krankgeschrieben wurde f├╝r 1 Jahre, habe ich nat├╝rlich meine Ausbildung abgebrochen, da die Lehrer der Schule sich geeinigt hatten, das es besser w├Ąre f├╝r mich, erstmal gesund zu werden und wenn mir dann danach ist, kann ich die Ausbildung erneut beginnen. Somit war das schon mal beendet.

Nach kurzer Zeit musste ich dann zum Arbeitsamt und nach einigen Tests steckten sie mich in eine Reha-Bildungsma├čnahme. Ich sag euch Leute, dass was da abging, das glaubt mir keiner. Ich glaube es mir oft selbst nicht, wenn ich dar├╝ber nachdenke, aber erstmal von Anfang. Allein schon der Gang dorthin, zu dieser "Ma├čnahme", um mich vorzustellen, war f├╝r mich der Horror. Fremde Menschen, ich war ganz allein und dann auch noch ne ganze Gruppe die quasi "nur auf mich wartete". Aber gut, mit Schwei├čausbr├╝chen und Herzrasen hab ich auch das ├╝berwunden und sollte direkt einen Tag darauf dort starten. Das Konzept war, langsam wieder in das Arbeitsleben zu kommen. In einem sehr gesch├╝tzten Rahmen mit Sozialp├Ądagogen und Psychologen. Aber die h├Ątte man sich auch schenken k├Ânnen... Nun gut. Es gab dann dort 2 Bereiche. Einmal Farbe/Maler und den HOGA-Bereich, dort haben wir eigentlich nur gekocht. Der erste Tag in der Ma├čnahme stand mir bevor und ich wollte einfach nicht hin, habe viel geweint und wehrte mich dagegen. Habe mich sogar selbstverletzt, aus Wut. Um zu zeigen, mir geht es wirklich schlecht bei dem Gedanken, dort hin zu m├╝ssen. Aber das alles brachte nichts. Meine Mutter hatte mich schlie├člich ├╝berredet, doch hinzugehen und es mir zumindest mal anzusehen. Zugegeben die ersten Tage waren ganz okay. Immerhin hatte ich was zu tun, lebte nicht nur in den Tag hinein und hatte mehr oder weniger Gleichaltrige um mich herum. Wir lebten dort ziemlich gut. Morgens brachten die Mitarbeiter t├Ąglich Br├Âtchen f├╝r alle mit, Aufschnitt und Co hatten wir im K├╝hlschrank vor Ort. Den Tisch hat meistens der gedeckt, der den gr├Â├čten Hunger hatte, da die Anderen alle kein Bock dazu hatten. Langsam trudelten alle ein und das war schon das erste was mich w├╝tend machte. Was sowas angeht, bin ich ein ziemlicher Perfektionist. Wir sollten um 8 Uhr dort sein und wenn welche sp├Ąter gekommen sind, h├Ątte ich platzen k├Ânnen, wenn es daf├╝r keine Konsequenzen gab. Ich regte mich somit t├Ąglich vergebens dar├╝ber auf. Aber okay, das Fr├╝ht├╝sck war beendet und da 99% der Teilnehmer + Mitarbeiter Raucher waren, hatten die nat├╝rlich Sonderrechte und durften st├Ąndig rauchen gehen. Ich sa├č dann oft alleine da und begann den Tisch abzudecken. Es war nicht meine Aufgabe, doch ich wusste, wenn ich es nicht mache, dann macht es keiner und es gibt wieder ewige Diskussionen. Gedankt hat es mir aber nat├╝rlich keiner. Warum auch? Sie haben ja eine "Dumme" gefunden, die die "Drecksarbeit" macht. Und so ist der Lauf dort. Ich hatte immer die Arschkarte, weil ich nicht eklig oder frech sein konnte. Da ├╝berkam mich einfach immer mein schlechtes Gewissen. Nachdem unter den Teilnehmer viele waren, mit Hauptschulabschluss oder gar nur Sonderschul-Abschluss, f├╝hlte ich mich derma├čen fehl am Platz. Ich wurde st├Ąndig als Klugschei├čer oder Besserwisser betitelt. Es war ein scheu├čliches Gef├╝hl, daf├╝r bestraft zu werden, intelligent zu sein. Hinzu kamen dann st├Ąndige Mitarbeiten-Wechsel. Die Psychologin wurde gek├╝ndigt, weil sie ein Alkoholproblem hatte und w├Ąrend der Arbeit sich gerne mal einen kippte, der Malermeister, ging dann auch nach kurzer Zeit, dann kam jemand neues. Die neue Psychologin war auch nicht viel besser. Sie war sehr spirituell angehaucht und bespr├╝hte uns mit "Heilwasser". Kurze Erkl├Ąrung, "Heilwasser" war Wasser, was sie aus dem Wasserhahn in eine Urne umf├╝llte und es somit zu besonderem Wasser wurde. Sorry, aber ich muss gerade fast schon wieder lachen, wenn ich nur dar├╝ber nachdenke, was f├╝r Gestalten dort waren und die MIR helfen sollten. Ich habe bis heute Zweifel daran, das mir Menschen helfen k├Ânnen, die noch mehr einen an der Waffel haben als ich. Mag im ersten Moment ziemlich lustig und am├╝sant sein, danach kann ich aber einfach nur den Kopf sch├╝tteln, dass solche Leute wirklich mit psychischkranken Menschen arbeiten d├╝rfen. Mir f├Ąllt gerade zu dieser Psychologin eine ganz besondere Situation ein. Ich war knapp ├╝ber ein Jahr in dieser Ma├čnahme und nach einem Jahr werden die meisten entlassen und dann gibt's eine Art "Entlassungs-Feier". Wie es der Zufall so wollte ging auch die besagte Psychologin an dem Tag. Ihre Begr├╝ndung: -Sie hatte Nachts einen Traum in dem Gott ihr sagte, der Beruf sei nicht der richtige f├╝r sie, sie sollte lieber gehen und so tat sie es.- Aber das war nicht alles. Wir hatten als Gruppe, Gruppenfotos f├╝r die Mitarbeiter gemacht, doch f├╝r die Psychologin nicht. Warum? Weil die gesamte Gruppe der Teilnehmer mit ihr nicht klar kam und es nur Auseinandersetzungen gab. Als wir dann die Bilder ├╝bergaben sagten wir der Psychologin: "F├╝r sie haben wir leider kein Bild, weil..." und bevor wir weiter sprechen konnten, fiel sie uns direkt ins Wort und sagte: "Das ist sehr gut, ich h├Ątte es eh nicht angenommen von euch!" Und grinste noch frech. So. Und jetzt sag mir nochmal einer ich sei bekloppt... Was soll man zu solchen Menschen noch sagen? Da f├Ąllt selbst mir nichts mehr ein und ich hab eigentlich immer was zu sagen! :D Nach knapp 1,25 Jahren Ma├čnahme wurde es auch mir dort zu bunt und ich brach ab. Mit gro├čen Tam Tam und Besuch bei der Arbeitsagentur. Wie das dann halt so ist. Ich k├Ânnte euch noch lauter solche Geschichten aus der Zeit erz├Ąhlen, doch das w├╝rde definitiv den Rahmen sprengen :D Und ich habe noch einiges mehr zu erz├Ąhlen ! :-)

Kurz nach der "Selbstentlassung", so nenne ich es mal, hatte ich eine Ausbildung gefunden. Zu dem Zeitpunkt (Ende 2012) hatte ich auch meine Therapie aus freien St├╝cken beendet und meine Medikamente abgesetzt. Ich f├╝hlte mich wieder fit und dachte, ich krieg das jetzt alles hin. Meine Therapeutin war da ganz bei mir und wir entschieden uns f├╝r ein gemeinsames Ende meiner Therapie. Bis zu Beginn meiner Ausbildung (Sommer 2013) machte ich ein freiwilliges Praktikum bei meiner neuen Ausbildungsstelle um nicht wieder in den Tag hinein zu leben, ohne Perspektive. Meine neue Ausbildung startete ich als Hotelfachfrau. Und ich muss auch sagen, ich f├╝hlte mich wirklich stark genug, das alles zu wuppen. Ich war fit und hatte wirklich Spa├č an der Arbeit. Ich lernte auf der Arbeit meinen jetzigen Freund kennen. Ich lernte neue Freunde kennen und auch die Schule machte wieder Spa├č. Ich wurde wieder zu einer der Klassenbesten und eigentlich lief alles gut. Doch dann wurde die Beziehung zwischen mir und meinem Freund immer enger und ich zog bei ihm ein. An sich eine ziemlich gute Entscheidung. Selbst seine Mutter (die ├╝ber ihm wohnte) fand es toll, dass ihr Sohn nun eine Freundin hatte. Sie sagte ich bin so s├╝├č und bla bla bla. Ja genau. Alles nur BlaBlaBla ! Denn sie wurde pl├Âtzlich zur Furie, als sie sp├╝rte, ihr Sohn kann jetzt auch ohne sie und nimmt sich mehr Zeit f├╝r mich. Seitdem bin ich f├╝r sie der Teufel in Person und das gibt sie mir bis heute immer noch zu sp├╝ren. Sie nutzte jede Gelegenheit um mich nieder zu machen. Eines Tages wusste sie, dass ich alleine in der Wohnung war und schickte die Br├╝der meines Freundes in die Wohnung. Sie hatte ja einen Schl├╝ssel. Ich war in einem Schockzustand, als ich pl├Âtzlich die Ger├Ąusche h├Ârte. Ich schaute vorsichtig nach und sah nur wie seine Br├╝der irgendwas aus der Wohnung holten. Kein Wort, kein Hallo, kein Tsch├╝├č, als w├╝ssten sie gar nicht, dass ich da w├Ąre. Ich fragte meinen Freund, ob er davon w├╝sste, dass seine Br├╝der kommen sollten und warum er mir nichts davon gesagt hatte. Daraufhin war er selbst v├Âllig geschockt, denn er wusste rein gar nichts von der ganzen Sache. Kurz danach klingelte es an der Haust├╝r. Ich ├Âffnete und wer stand dort? Nat├╝rlich seine Mutter. Sie schrie mich an, ich w├╝rde ihre Familie zerst├Âren, sie hofft ihr Sohn erkennt bald was ich f├╝r eine falsche Person bin und ich weis gar nicht was sie mir noch alles vorgeworfen hat, denn nach den ersten Worten hab ich ihr gar nicht mehr zugeh├Ârt. Sie kam mir immer n├Ąher und ich brach innerlich in Panik aus. Aber ich lies mir vor ihr nichts anmerken. Schw├Ąche zeigen? Nicht vor dieser Frau! Ich sagte dann, das muss ich mir nicht weiter anh├Âren und machte die T├╝r zu. Doch so einfach war es dann leider noch nicht f├╝r mich. Ich lief wie ein aufgestochenes Huhn durch die Wohnung, riss alle Gardinen und Vorh├Ąnge zu, schloss alle T├╝ren ab, machte alle Lichter aus, setzte mich in die Ecke und brach weinend und schreiend zusammen. V├Âllig ├╝berw├Ąltigt von der Situation. Mir anh├Âren zu m├╝ssen ich w├Ąre mal wieder an allem Schuld, ich w├Ąre ein schlechter Mensch. Jedes ihrer Worte brach mir das Herz und zerst├Ârte mich wieder ein kleines St├╝ck innerlich. Daraufhin rief ich meine Eltern an und sie mussten mich aus der Wohnung holen. Ich war mal wieder am Ende mit meinen Nerven. Wusste nicht mehr wo vorne und hinten ist und alles war wieder zerbrochen. Mein Leben, was ich mir wieder m├╝hselig aufgebaut hatte, zerfiel wie ein Kartenhaus.

Daraufhin hatte ich mich 1-2 Tage krankschreiben lassen. Meine Chefin hatte allerdings alles andere als Verst├Ąndnis daf├╝r. Von ihr durfte ich mir noch sagen lassen: "Ja gut Charis, aber ich habe auch jeden morgen einen Nervenzusammenbruch und gehe trotzdem arbeiten!" Und in solchen Momenten, genau in solchen Momenten fehlt mir der Mut, meine Meinung zu sagen. Ich sagte nur "Ja.." und lief schweigend weiter. Ich war w├╝tend auf mich selbst, dass ich mich nicht wehren konnte. Aber ich war einfach zu schwach. Es f├╝hlte sich an, wie, kennt ihr diese Kinderspiel, wo man den Biebern mit einem Hammer immer auf den Kopf hauen muss, wenn er mal herauskommt aus seinem Loch? Genau so. Ich war der Bieber, der sich kurz traute aus seinem Loch zu schauen, ganz vorsichtig und zarghaft und ZACK! Schlug der N├Ąchste wieder mit dem Hammer auf mich drauf. Auf der Arbeit war ich als flei├čig und zuverl├Ąssig bekannt und genau das wurde mir mit der Zeit zum Verh├Ąngnis. Da ich gut arbeitete, bekam ich immer mehr Verantwortung, immer mehr Aufgaben. Mal "Nein" zu sagen, war f├╝r mich nicht drin. Ich konnte es einfach nicht. Also habe ich gemacht und getan, bis ich irgendwann weinend in der K├╝che des Hotels sa├č, zusammengebrochen und nicht mehr wusste wo vorne und hinten ist. Das einzige was da von meiner Chefin kam war: "Charis h├Âr jetzt auf zu heulen, vorne bricht das Chaos aus, weil du einfach gegangen bist! Sieh zu das du das kl├Ąrst!" Okay, danach nahm sie sich ein paar Minuten und f├╝hrte ein ruhiges Gespr├Ąch mit mir, doch ich weis schon gar nicht mehr, worum es sich darin handelte. Denn die Worte von zuvor waren zu pr├Ąsent, als dass ich das alles nun an mich heranlassen konnte. Aber okay, ich machte weiter. Weil wie gesagt, Schw├Ąche zeigen kam nicht in Frage! Ich arbeitete Tag f├╝r Tag f├╝r Tag. Es war schon so weit, dass ich morgens mit Tr├Ąnen aufwachte weil ich wusste, ich muss wieder zur Arbeit.

Dann kam der Tag, an dem ich Abends wieder einen meiner Zusammenbr├╝che hatte. Ich wollte mit meinem Freund ins Kino. Aber im Unterbewusstsein wusste ich, wenn wir aus dem Kino wiederkommen, ist die Nacht nicht mehr lange und ich muss wieder zur Arbeit. Und genau dieser Gedanke hinderte mich daran, mit ihm ins Kino zu gehen. Als ich meine Schuhe anziehen wollte, fiel ich pl├Âtzlich in mir zusammen. Konnte mich nicht mehr bewegen, weinte und zitterte ganz stark. Diesmal rief mein Freund meine Eltern an und wir fuhren ins Krankenhaus, weil wirklich nichts mehr ging. Doch im Krankenhaus konnten die ├ärzte "mal wieder" nichts feststellen. Ja wie denn auch? Ich bin psychisch krank und habe keine Husten oder so?! Aber okay, die ├ärzte sagten mir ich bin quasi kerngesund, also sagte ich mir "Charis jetzt rei├č dich mal zusammen, langsam wirds ja schon albern. Immer wenn ich zum Arzt gehe, sagt der mir, ich habe nichts!" Also ging ich, nachdem ich im Krankhaus war, am n├Ąchsten Morgen, nat├╝rlich wieder zur Arbeit. Was auch sonst. Als ich erz├Ąhlte, dass ich im Krankenhaus war, erntete ich nur b├Âse Blicke meiner Kollegen und die eine sagte sogar zu mir: "Charis jetzt rei├č dich zusammen, es sind schon genug Kollegen krank, wir k├Ânnen keine Ausf├Ąlle mehr gebrauchen!" Nach Arbeitsbeginn hielt ich es so ca. 3-4 Stunden aus, bis ich dann nach Hause geschickt wurde, da ich wieder einen Zusammenbruch hatte. Das habe ich ganze 3 Tage so durchgezogen und dann brannte mir eine Sicherung durch. Ich sa├č abends auf dem Sofa und durch die ganze Ablehnung und Ignoranz meiner Mitmenschen kam in mir das Gef├╝hl auf, mich verletzen zu m├╝ssen, mir etwas antun zu m├╝ssen. Vor's Auto rennen, ganz weit weglaufen, bis ich selbst nicht mehr weis, wo ich bin, egal was, hauptsache irgendwas tun, damit auch diese Menschen endlich mal anfangen sich Sorgen um mich zu machen! Irgendwann m├╝ssten doch auch die mal Mitgef├╝hl zeigen! Aber das ist bis heute ein unerf├╝llter Wunsch! Zum Gl├╝ck konnte ich meine Gedanken und Gef├╝hle in meinem Zustand noch einigerma├čen formulieren und mitteilen. So konnten mein Freund und meine Familie handeln und mit mir zum Arzt gehen. Ich lie├č mich erneut krankschreiben und habe diesmal freiweillig den Weg in eine Klinik gesucht. Seitdem habe ich allerdings auf der Arbeit noch weniger Verst├Ąndnis bekommen. Es hie├č von meinen Mitarbeitern: "Naja, wie sollen wir denn glauben, dass du krank bist, wenn du auf Facebook-Fotos noch lachen kannst? Da kannst du doch gar keine Depressionen haben...!" Darauf weis ich bis jetzt keine Antwort...

Die Aufnahme in der Klinik dauerte eine Ewigkeit. Ende Oktober "bewarb" ich mich dort als Patient und Ende M├Ąrz wurde ich dann aufgenommen. Die Zeit ├╝ber hatte ich mich so sehr gequ├Ąlt. Mir ging es immer schlechter. Dann kam die Ankunft in die Klinik. Ich sa├č unten in der Empfangshalle mit meiner Mutter und jeder Mitarbeiter der vorbeikam sprach mich an und sagte mir "Guten Morgen". Es war die pure H├Âlle f├╝r mich. Ich war so hochsensibel, dass ich es schon schlimm fand, wenn ich lediglich wahrgenommen wurde von meinen Mitmenschen, aber das mich dann auch noch jeder ansprach, war eindeutig zu viel f├╝r mich und ich konnte nur noch weinen. Es kam mir wie eine Ewigkeit vor, bis ich endlich von einer Pflegerin abeholt wurde. Ich wusste, mir stand eine ziemlich harte Zeit bevor. Der Aufenthalt ging 2,5 Monate lang und ich war doch schon weiter weg von zu Hause. Die Anfangszeit in der Klinik war f├╝r mich die H├Âlle. Ich hatte das Gef├╝hl, keiner versteht mich, alle qu├Ąlen mich nur, niemand kann sich in mich hineinversetzen, bis ich das erste Gespr├Ąch mit meiner Therapeutin dort hatte. Ein Engel kann ich euch nur sagen. Es war, als k├Ânnte sie zaubern. Egal wie schlecht es mir vor einer Therapiesitzung ging, sie hatte es geschafft, dass ich mit einem guten Gef├╝hl aus der Sitzung herausgegangen bin. Ich war irgendwie gel├Âst und versp├╝rte pl├Âtzlich wieder ein Gef├╝hl von gl├╝cklich sein oder sowas. Auf jedenfall war da irgendwas Positives pl├Âtzlich in mir. Keine Ahnung wo das herkam. Es machte mir auch ziemliche Angst, weil es verdammt ungewohnt war, aber das war nur halb so schlimm, denn genau so schnell wie dieses sch├Âne Gef├╝hl kam, ging es auch immer wieder. Aber ich habe es oft, dass wenn es mir mal gut geht oder ich mal keinen schlechten Tag habe, ich pl├Âtzlich Angst kriege, mir k├Ânnte es bald wieder besser gehen. Die Angst, dass sich dann keiner mehr um mich k├╝mmert oder sich gar f├╝r mich interessiert w├╝rde. V├Âllig doof eigentlich, wenn man dar├╝ber nachdenkt, aber so ist das mit dieser Krankheit. In der Klinik gaben sie mir die Diagnose "Depression", "Soziale Phobie" und "Bulimia Nervosa". ├ťber die Essst├Ârung wurde allerdings nicht ein Wort verloren w├Ąhrend meines Aufenthaltes. Es stand einfach nur mit in den Diagnosen. An sich kann ich schon sagen, ich habe etwas gelernt in der Klinik und es war ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Doch was mein ewiges Problem bisher ist, ich kann alles was ich dort gelernt und angenommen habe, nicht mitnehmen. Nicht bei mir behalten. Es ist als w├Ąre alles an diese Klinik dort gebunden. Sobald ich Zuhause bin, ist alles wie vergessen. Ich kann mich kaum noch an etwas genau erinnern. Alles nur so sporadisch.

Nach meinem Klinik-Aufenthalt war ich ziemlich durcheinander. Jeden Tag hatte ich ein anderes Vorhaben. Zuerst wollte ich mich von meinem Freund trennen, dann wollte ich alleine Wohnen, dann wollte ich nach Berlin ziehen, erst ohne ihn, dann mit ihm, dann wollte ich in ein bertreutes Wohnen und ach was ich nicht noch alles wollte. Das ging im t├Ąglichen Wechsel. Scheinbar war ich v├Âllig durch den Wind und ziemlich verwirrt. Ich f├╝hlte mich, wie ein kleines Kind, was pl├Âtzlich ganz allein auf die gro├če weite Welt freigelassen wurde. V├Âllig hilflos und ├╝berfordert. Nach der Klinik bekam ich pl├Âtzlich vermehrt Wutausbr├╝che, st├Ąrkeres Verlangen nach Selbstverletzung und f├╝hlte mich immer mehr gefangen in mir selbst. Dort begann ich das erste mal, mich mit dem Thema Borderline auseinander zu setzen. Irgendwie f├╝hlte ich mich pl├Âtzlich verstanden, umso mehr ich ├╝ber das Thema gelesen habe. Was mir gerade noch einf├Ąllt, ich habe nach dem Klinikaufenhalt auch s├Ąmtliche Freundschaften (die 1-2 die ich zu der Zeit hatte) mal wieder komplett verloren. Der Grund war, jeder meiner Mitmenschen dachte, da ich nun einen Klinikaufenthalt hinter mir habe, m├╝sste ich ja langsam mal wieder zu mir kommen. Ich muss mir bis heute anh├Âren ich w├Ąre faul, weil ich immer noch nicht wieder arbeite, ich w├╝rde nur chillen und w├╝rde immer nur nach Ausreden suchen und gar nicht wirklich wissen was Depressionen sind. Naja ich sag mal so, ich denke schon, dass ich ganz gut weis, was das ist, oder wie seht ihr das?

Aber zur├╝ck zum Thema Borderline. Kein Arzt hat es mir bisher best├Ątigt und trotzdem sp├╝re ich, dass es genau meine Probleme sind. Einige Zeit nach dem Klinikaufenthalt, als ich mich wieder etwas gefangen hatte, stand der Entschluss fest, das ich zu meiner Familie an die Ostsee ziehen werde, mit meinem Freund! Ich hatte durch Gl├╝ck dort sofort einer Platz in einer Tagesklinik bekommen. Das war die Chance f├╝r mich. Ich setzte so viel Hoffnung dort hinein und ja, leider zu viel. Ich ging die ersten zwei Wochen voller Euphorie t├Ąglich in die Tagesklinik, immer p├╝nktlich und total engagiert. Bis ich pl├Âtzlich das Gef├╝hl bekam, dort nicht ernstgenommen zu werden. Ich sa├č die ersten Tage oft da und weinte. Ich weinte einfach. Ich weis nicht warum oder wieso, es war einfach so. Doch keiner der Mitarbeiter reagierte. Wenn jemand reagierte, dann nur mit den Worten: "Hmm, ihnen geht's grad nicht so gut, stimmt's?" Und wenn es nicht Respektpersonen gewesen w├Ąren, mit denen ich da gesessen h├Ątte, glaubt mir, meine Wut war so gro├č, wie noch nie. Das ganze f├╝hrte von Tag zu Tag weiter und mir fiel der Weg dorthin immer schwerer und schwerer. Normalerweise bin ich ein sehr gewissenhafter Mensch, doch es ging mir so schlecht, dass ich sogar ohne schlechtes Gewissen, verschlafen habe. Es kamen wieder die ├╝bichen R├╝ckenschmerzen (die, wie ich mittlerweile weis, psychosomatisch bedingt sind) und es fing jeder morgen unter Tr├Ąnen an. Ich bekam vermehrt wieder den Gedanken, mir etwas antun zu wollen, um mein Leiden zum Ausdruck zu bringen. Pl├Âtzlich kamen auch vermehrt Suizidgedanken auf in mir. Auch das habe ich alles in der Klinik kommuniziert, doch nach dem ich so einen Zettel unterschrieben habe, auf dem in Kurzfassung stand, dass sie mich rausschmei├čen d├╝rfen, sobald ich mir was antue, waren sie ja fein aus der Sache raus und ich f├╝hlte mich wieder komplett allein gelassen mit meinen Problemen. Es dauerte morgens Stunden bis ich es schaffte aufzustehen und mich fertig zu machen. Und der Weg zum Auto war immer der Schlimmste. Es f├╝hlte sich an, als w├╝rden mich Seile wieder zur├╝ck ins Bett ziehen und von vorne pustete eine riesen Windmaschine gegen mich. Doch ich k├Ąmpfte Tag f├╝r Tag gegen an und machte wieder so lange weiter, bis nichts mehr ging, wie immer. Langsam habe ich wirklich meine Hoffnung aufgegeben, dass mir ├╝berhaupt jemand helfen kann. Ich f├╝hle mich wie ein hoffnungsloser Fall. Mit der Unterst├╝tzung meiner Mutter habe ich es dann vor einigen Wochen geschafft mich in der Tagesklinik "abzumelden". Ich hatte keine Perspektiven mehr und sah nur noch einen langen Tunnel vor mir. Es f├╝hlte sich an, als w├╝rde ich jetzt noch etwas vor mich hinleben, bis ich halt irgendwann sterbe, ohne jeglichen Sinn. Ich habe in nichts mehr einen Sinn gesehen. Ein klein wenig Hoffnung gibt mir nun ein Coach. Meine Mutter hat sie durch Zufall im Internet gefunden und ihre Seite sprach mich direkt an. Es war immerhin ein Versuch wert. Da sie keine Therapeutin oder Psychologin ist, sondern lediglich eine Beraterin, ist das Ganze doch etwas anders. Nicht so strikt nach Plan. Irgendwie lockerer. Als w├╝rde ich mit meiner besten Freundin sprechen und sie versteht mich pl├Âtzlich. Irgendwie ein tolles Gef├╝hl, auch wenn ich gar keine Beste Freundin jemals hatte. Ich habe nun meine erste Sitzung hinter mich und bin gespannt wie die weiteren verlaufen werden. Es geht mir momentan zunehmend schlechter, aber ich habe noch Hoffnung, dass auch das sich nun mit der Zeit ├Ąndern wird. Mein Coach kann mir nichts diagnostizieren, da sie kein Arzt ist, aber sie hat mir gesagt, dass auch sie viele Z├╝ge von der Borderline-Pers├Ânlichkeitsst├Ârung in mir sieht und seitdem bin ich mir sicher, das es so ist. Und nun ist es, als w├╝rde alles was ich bisher zur├╝ckgehalten habe an Wut und Hass, aus mir herausplatzen. Wie ein gro├čer Vulkanausbruch und ich weis gar nicht wohin mit so viel Wut. Daher kam es auch wieder zur Selbstverletzung und zu t├Ąglichen Streits zwischen mir und meinen Angeh├Ârigen. Uns steht nun noch eine ziemlich schwere Zeit bevor, aber ich bin mir sicher, das wir auch diese meistern. Jetzt, wo ich das alles noch mal so durchgegangen bin, wird mir erstmal bewusst, was ich eigentlich schon alles erlebt und durchgemacht habe. Nat├╝rlich sind in der Zeit noch ganz viele andere Dinge vorgefallen oder passiert, doch ich denke, das Wichtigste habe ich zusammengefasst und ich hoffe, das euch gef├Ąllt was ich geschrieben habe und vorallem wie ich es geschrieben habe. Ich w├╝rde mich sehr ├╝ber eine R├╝ckmeldung von euch zu meiner Geschichte freuen! :-)

Eure Charis ! :-)


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