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Der Teufel in mir ... đŸ‘č



Heute ist ein doofer Tag. Ich stehe mir mal wieder selbst im Weg und habe den Teufel in mir gewinnen lassen. Er war einfach stĂ€rker... Aber fangen wir mal von vorne an... Es ist Samstag Mittag, wie (fast) immer liegen die Prospekte fĂŒr die nĂ€chste Woche im Briefkasten. Ich bewaffne mich mit einem Edding, stöbere durch die Prospekte und markiere alles was mir gefĂ€llt. Tut mir irgendwie gut. Plötzlich entdecke ich in einem der ganzen Werbeprospekte eine BettwĂ€sche. Mit Sternen. Flauschig. Und gĂŒnstig. Ich liebe Sterne und nach so einer BettwĂ€sche suche ich seit Wochen. Ich war ganz aufgeregt und nervös und freute mich wie ein kleines Kind auf den kommenden Montag (heute). Ich kann seit dem an fast nichts anderes mehr denken. Ich will sie unbedingt haben. DafĂŒr bin ich sogar bereit um 5:45 Uhr aufzustehen um pĂŒnktlich um 7:00 Uhr, bei Ladenöffnung die erste am/im Supermarkt zu sein. Der Laden ist im nĂ€chsten Dorf, ca. 10 Minuten Autofahrt von uns entfernt. Selbst gestern Abend konnte ich vor Aufregung/Freude kaum schlafen. Doch da begann es schon. Mich packten die ersten Zweifel. "Ist die BettwĂ€sche genau das, was ich mir vorstelle? Lohnt es sich echt so frĂŒh aufzustehen?" Aber da ließ ich den negativen Gedanken und dem Teufel in mir, der mir diese Gedanken sagte, noch keinen Platz. Schließlich wartete ich seit Wochen, genau auf solch eine BettwĂ€sche ! :-) Und schließlich kam es dann... Heute Morgen. Ich wache auf. Es ist 5:45 Uhr und mein Wecker klingelt. Ich schaue drauf und denke mir, 10 Minuten kann ich noch liegen bleiben. Doch das war schon der erste Schritt in die falsche Richtung. Der Wecker klingelt nochmal und nochmal. Bis es dann schließlich 6:40 Uhr ist. Ich kann einfach nicht aufstehen. Ich habe eine innere Stimme. Der Teufel in mir... Er sagt :"Bleib lieber Zuhause. Es lohnt sich nicht. Die BettwĂ€sche ist bestimmt gar nicht so schön, wie du sie dir vorstellst. Und dafĂŒr extra los zu fahren, das wĂ€re unnĂŒtz. Spar es dir und bleib gleich im Bett. Ist besser fĂŒr dich. Mit der EnttĂ€uschung könntest du doch eh wieder nicht umgehen." Und er siegte... Ich gebe nach und bleibe liegen. Ich kann einfach nicht. Die Angst vor einer EnttĂ€uschung ist zu groß. In meinen Gedanken sehe mich am Regal im Supermarkt stehen und ich halte diese SternenbettwĂ€sche in der Hand. Völlig enttĂ€uscht und mit TrĂ€nen lege ich sie zurĂŒck ins Regal und bin tottraurig, weil sie total blöd aussieht und auch gar nicht kuschelig ist. Ich fĂŒhle mich plötzlich, wie ein kleines MĂ€dchen, dem man ihren Luftballon kaputt gemacht hat. Einfach geplatzt. NatĂŒrlich weis ich, dass es die falsche Entscheidung war nicht aufzustehen. Doch ich nehme selbst in Kauf, es niemals herauszufinden, ob die BettwĂ€sche nicht vielleicht doch ganz toll ist, bevor ich eine EnttĂ€uschung hinnehmen muss. Aber anstatt dann mit dem Thema abzuschließen, mich umzudrehen und weiterzuschlafen, bekomme ich plötzlich Wut und Hass mir selbst gegenĂŒber. "Toll Charis, hast mal wieder versagt. Schaffst es nicht mal aufzustehen wegen einer popeligen BettwĂ€sche. Und nachher heulst du wieder rum, du wolltest doch schon immer so eine BettwĂ€sche haben. So selten dĂ€mlich kann man doch gar nicht sein. Du bist eine Versagerin auf ganzer Linie! Wozu schöpfst du ĂŒberhaupt noch Hoffnung? Kriegst doch eh nix mehr gebacken!"... Ja, das ist dann der "normale" Gedankengang. Als mein Freund neben mir bemerkt, dass ich ziemlich unruhig bin, sagte er: "Pass auf Schatz, ich hole dir nachher etwas gegen deinem Husten (ich bin etwas erkĂ€ltet momentan) und dann hole ich uns noch ein paar schöne Brötchen, wie klingt das?" Ich weis, fĂŒr euch hört sich das bestimmt nach einem fantastischen Plan an, aber wisst ihr was? Ich empfand es als gar keine tolle Idee. Ich, ich als Versagerin des Tages habe keine schönen Brötchen verdient. Ich habe heute gar nichts verdient, außer Ablehnung und Hass fĂŒr meine Dummheit. Ich maulte ihn an und sagte: "Sag sowas nicht, ich mag das nicht!" Er sagte schon gar nichts mehr dazu, weil er genau weis, das ich nichts dafĂŒr kann. Aber verwirrt war er bestimmt trotzdem und fragte sich wohlmöglich, was er nun wieder falsch gemacht hat. Aber er muss nicht mal etwas falsch machen und es ist trotzdem falsch. Um es kurz zu fassen, ein ganz normaler Montag-Morgen im Leben einer Borderlinerin! ;-)

Ich hoffe, dass ich heute im Laufe des Tages noch etwas finde, was mich erheitert und mich von dem Gedanken eine Versagerin zu sein, abkommen lÀsst.

Ich wĂŒrde mich freuen, wenn ihr mir mit einem Daumen nach oben zeigt, dass euch gefĂ€llt, was ich schreibe ! :-) Gerne dĂŒrft ihr auch eure Meinung, GefĂŒhle, Gedanken, Erfahrungen oder was euch auch zu dem Beitrag einfĂ€llt unten in die Kommentare schreiben ! :-) Habt einen schönen Start in die neue Woche ! :-)


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